lifelines – Geschichten, die verbinden

Ein Teppich aus Gesichtern, genäht aus Vertrauen.

Mit lifelines hat Filmemacher Stephan Haberzettl ein Werk geschaffen, das Fotografie, Textilkunst und filmische Dokumentation miteinander verwebt.
Aus Begegnungen mit Menschen auf der Flucht entstand ein großformatiger Bilderteppich aus Leinen – zusammengenäht von Frauen mit eigener Migrationsgeschichte in Kassel.

Jede Naht erzählt von Nähe, Vertrauen und Berührung.

Die Porträts der Menschen aus den niedersächsischen Aufnahmeeinrichtungen in Friedland, Oldenburg und Bramsche zeigen Gesichter, die von Hoffnung und Verletzlichkeit zugleich sprechen. Sie erinnern daran, dass Sichtbarkeit und Würde keine Selbstverständlichkeit sind.


Von der Idee zur Installation

Was als fotografisches Projekt begann, entwickelte sich zu einer vielschichtigen Erzählung über Flucht, Erinnerung und Menschlichkeit.
Haberzettl begleitete seine Motive nicht als Reporter in der Lebenssituation der Lager, sondern als Zuhörer im eigenen mobilen Studio.
Die Videoinstallation und der Bilderteppich wachsen metaphorisch gemeinsam weiter – an jedem Ort, an dem das Werk gezeigt wird.


Eine Arbeit, die wandert

Nach der Premiere in der Gruppenausstellung Wasserteppich im Hallenbad Ost in Kassel soll das Werk weiterreisen – in Rathäuser, Museen, Kirchen und öffentliche Räume. Überall lädt es dazu ein, zu verweilen und in Resonanz zu treten. Die Stoffbahnen tragen Spuren, Fäden, Licht und Geschichten – so wie wir alle.

lifelines lebt davon, dass es weitergetragen wird – von den Blicken der Besucher*innen, von ihren eigenen Erinnerungen und Geschichten.
Jeder Ort, an dem der Teppich gezeigt wird, füllt das Leinen mit neuer Bedeutung – als fortlaufendes Gewebe menschlicher Erfahrung.


Über Stephan Haberzettl

Mit seiner Kasseler Filmproduktion clipmedia realisiert er Film- und Kunstprojekte, die Nähe herstellen: zwischen Institutionen und Menschen, Geschichte und Gegenwart, Dokumentation und Gefühl.

lifelines steht exemplarisch für diese Haltung – und für die Kraft von Bildern, die berühren, ohne laut zu werden.


Zum Projekt „lifelines“

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