Als offizielles Jubiläumsprojekt fördert der Kasseler Gesundheitspreis alle Initiativen, die sich für die Entwicklung gesünderer Lebensweisen und Lebensbedingungen in Kassel und in der Region stark machen.

Unter dem Titel 1100 Ideen zum Thema Gesundheitsförderung wurden am Freitag 08. November 2013 die sieben Erstplatzierten geehrt. Zu den Plätzen 1-3 hat clipmedia ein Filmporträt erstellt, die Sie alle hier im Kanal wiederfinden.

Gesund leben in der Region

Freude und Überraschung gab es bei den Preisträgern des diesjährigen Gesundheitspreises
Freude und Überraschung gab es bei den Preisträgern des diesjährigen Gesundheitspreises

Uns alle bewegt die Sorge um unsere Gesundheit, wie wir uns vor Krankheiten schützen und die Gesundheit erhalten können. Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Allergien, psychische Belastungen oder Haltungsschäden nehmen zu. Deswegen ist Gesundheit wichtiger denn je.
Jede und jeder einzelne kann durch richtige Ernährung, ausreichende Bewegung, der Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen und durch Kenntnisse über Gesundheitsrisiken zum Erhalt der eigenen Gesundheit beitragen. Vorbeugen ist stets besser als heilen.
Auch die Politik kann auf die Verbreitung gesunder Lebensbedingungen und Lebensqualität hinwirken. Dazu benötigt sie die Unterstützung und Zusammenarbeit z. B. mit den beteiligten und Initiativen des Gesund- heitswesens, der Gesundheitsämter und aller Bürgerinnen und Bürger.

Platz 1 (Preisgeld 2.000 €): Gemeinschaftsgarten Huttenplatz

Projektbeschreibung:
Auf einer 1.200 qm großen, ungenutzten Rasenfläche in Kassels Vorderen Westen, dem Huttenplatz, ist seit 2012 mitten in unserem Viertel ein faszinierender urbaner Garten entstanden. Angestoßen durch die Künstlergruppe „And And And“ im Rahmen der dOCUMENTA (13).
Hier treffen sich Menschen unterschiedlichen Alters (von Schüler bis Rentner) um gemeinsam zu gärtnern, zu lachen, zu feiern, zu staunen, zu diskutieren, Neues zu lernen und wieder Verbindung zum Nahrungsmittelanbau und der Natur aufzunehmen. Die Grundidee war die Förderung des Gemeinschaftsgedankens. Ein weiterer Aspekt des Gartens ist die Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit. Durch die Arbeit an der frischen Luft wird der Stress der Woche kompensiert und fördert in Kombination mit den frischen und vielfältigen Lebensmitteln die Gesundheit.
Unterstützt wird das Projekt von der Universität, die als Pächter, Pate und „Berater“ zur Seite steht. Auch von der „Vereinten Wohnungsbaugesellschaft 1889“ bekam man Unterstützung in Form von Regen- und Biotonnen, als auch Werbung für das Projekt.

Platz 2 (Preisgeld 1.500 €): Kassel bewegt Kulturen

Projektbeschreibung:

Das Projekt „Kassel bewegt Kulturen“ hat sich zum Ziel gesetzt, Frauen mit Migrationshintergrund zu Übungsleiterinnen auszubilden, sie in Sportvereine zu begleiten und sie in ihrer Rolle als Botschafterin – auch für die Gesundheit – zwischen den Kulturen zu unterstützen.
Mit diesem Projekt soll verstärkt den Menschen mit Zuwanderungsgeschichte die gesundheitsfördernde Wirkung von Bewegung zugänglich gemacht werden.
Eine erste modellhafte Übungsleiterausbildung für Frauen mit Zuwanderungsgeschichte wurde vom Landessportbund und seinen Kooperationspartnern durch eine Finanzierung im Rahmen der Modellregion Integration 2012 ermöglicht. An der ersten Übungsleiterausbildung nahmen 16 Frauen aus 6 Kulturen teil. Diese Frauen wirken nun als Multiplikatorinnen in unterschiedlichen Gruppen z. B. Sportvereine, GRIPS-Gruppen, Stadtteilzentren und Begegnungsstätten. Sie leiten in erster Linie Kinder und Frauen zu gesundheitsorientierter Bewegung an.
Ansprechpartner:
Landessportbund Hessen e. V. Diana Bruch
Auedamm 2
34120 Kassel

Platz 3 (Preisgeld 1.000 €):
Zusammenfassung der Bewerbung „Raum und Zeit für Kinder, um in Ruhe gesund werden zu dürfen“

Projektbeschreibung:
Viel zu häufig werden noch kranke oder geschwächte Kinder wieder in die betreuenden Einrichtungen wie Schule und Kindergarten gebracht, mit der Konsequenz, dass die Kinder einen Rückfall erleiden oder andere Kinder oder Betreuer anstecken.
Seit August 2012 bietet das neue IAKCHOS Kindergenesungshaus Raum und Zeit, damit Kinder nach einer Krankheit oder Operation in Ruhe gesund werden können. Bis zu acht Kindern zwischen 18 Monaten und 14 Jahren können wochentags in die Tagespflege unter Aufsicht einer ausgebildeten Krankenschwester aufgenommen werden.
Dies ersetzt nicht den Arztbesuch oder einen Krankenhausaufenthalt.
Durch die derzeitige Unterstützung der DAMUS DONATA Stiftung e. V. ist der Aufenthalt bis auf den Essenszuschuss kostenfrei.
Ziel:
Die demografische Entwicklung zeigt, dass immer weniger Kinder geboren werden. Um diesen Trend entgegenzuwirken ist das IAKCHOS Kindergenesungshaus als Modell und im Sinne eines Lückenschlusses in der Betreuung von Kindern wichtig.
Ansprechpartner:
IAKCHOS Kindergenesungshaus im Gesundheitszentrum Marbachshöhe Dr. med. Sabine Schäfer
Ludwig-Erhard-Str. 34
34131 Kassel

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